Abraxas - Geschichte

Wenn eine Kneipe 1986 unter dem Schatten von Tschernobyl eröffnet wird, so braucht sie jede Menge Hexen, Zauberer, Kobolde und andere Schutzgeister um eine dauerhafte Zukunft zu haben. Dies war Doris Schusters und Gert Thiele (mir) klar und somit fanden schon bald immer mehr dieser Wesen im Abraxas Aufnahme.

Dass sie ihren Job gut machen, könnt Ihr an der Anno Abraxas Uhr ablesen. Zu den Beschwörungsriten für ein gutes Schicksal gehörten auch die Feiern zu Walpurgisnacht und Halloween, die zu dieser Zeit in dieser Gegend entweder vergessen oder noch nicht bekannt waren. Da diese Feste durch konsequente Kommerzialisierung ihren Zauber verloren haben, werden sie im Abraxas nicht mehr gefeiert.

Um diese lange Zeit gut zu überstehen, braucht man aber auch noch andere Elixiere:
Humor (s. Kleinkunst), geistige Erbauung (s. Whisky) und Gäste, die wissen, wie man in dieser Atmosphäre Spaß haben kann und dazu auch selbst mit beitragen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Gespräche, die bei ernsten Themen beginnen, oft ein kabarettreifes Ende finden (manchmal auch andersherum)...

Seit dem Rückzug von Doris Schusters ins Privatleben im Jahr 2000 führe ich die Kneipe allein weiter, in der Hoffnung, dass die Uhr noch lange in diesem Sinne tickt.

Gert Thiele