Scotch Single Malt

GlenDronach

12 Jahre
double barrel matured

Spey
43,0%

bernsteinfarben, riecht er nach Vanille mit einem Anklang von Ingwer. Weich und seidig, gibt er Noten von Sherry, Rosinen und reifem Obst preis. Er ist angenehm wĂŒrzig, mit einem langen, leicht nussigen Abgang

Tomatin*

Legacy

Spey
43,0%

mit 315 Metern ist Tomatin recht hoch gelegen in der Speyside. Ein Großteil der Produktion wird zur Herstellung von blended Whiskys benutzt. Diese AbfĂŒllung ohne Altersangabe ist ein schöner Einstieg in die Welt von Tomatin. Sie wird aus Malts gemischt, die teils in Bourbon- teils in neuen EichenfĂ€ssern gelagert waren. Im Geruch finden wir Vanille, Kuchenaromen, Ananas und Zitrus. Im Geschmack ist er leicht und sĂŒĂŸ. Er erinnert an eine Fruchtgummimischung. Kurzer klarer Abgang

Ardmore*

Double matured

E. Highlands
46,0%

Ardmore gehört zu den Destillen, deren regionale Zugehörigkeit nicht ganz klar ist. Da sie sich in den östlichen AuslĂ€ufern der Speyside befindet, möchten wir sie lieber den Eastern Highlands zuordnen. Die Brennerei ist stolz auf ihre eigene KĂŒferei und darauf, daß sie, im Gegensatz zu den meisten Highland-Destillen, getorftes Malz nutzt. Das Aroma hat ein wenig Torf, der aber im Geschmack nicht durchkommt. Insgesamt ist er recht leicht und trocken, mit Holz- und Erdnoten, die in einer leichten KaramellsĂŒĂŸe enden

Smokehead

Islay
43,0%

hier hat Ardbeg eine echte Moorleiche zusammen gehext. Der Whisky hat keine Altersangabe, doch es sind alle Hexenelemente spĂŒrbar: Frucht, Sherry, Toffee, Seeluft, Jod, Rauch und – natĂŒrlich – Torf.
Ein Malt fĂŒr den geĂŒbten Islayliebhaber

Bunnahabhain

12 Jahre

Islay
46,3%

da ist er wieder, unser „I’m not going to pronounce it, whisky!”
Die Whiskywelt verĂ€ndert sich stĂ€ndig, genauso wie der Whisky in den FĂ€ssern. Bei Bunnahabhain bedeutet das, daß der neue 12jĂ€hrige mehr Alkohol hat. Das mag den einen oder anderen verwirren, scheint aber im Moment Trend zu sein. Dieser Malt hat ein dezentes Torffeueraroma, das sich auch im Geschmack fortsetzt, verbunden mit leichten Nuß- und Fruchtaromen, die sich angenehm im Mund ausbreiten und halten

Balvenie

Double wood
12 Jahre

Spey
43,0%

bei Balvenie wurde das Finishing erfunden. Auch der 12-jĂ€hrige wird nur noch 6 bis 12 Monate im Sherryfaß “veredelt“. Das Ergebnis ist ein schöner, milder Speyside-Whisky, der SherrysĂŒĂŸe mit Birnennoten und Heidekraut verbindet. Ein schöner Starter und Einsteiger

Talisker*

Storm
made by the Sea

Skye
45,8%

eine neue AbfĂŒllung dieser ‘Kultdestille’. „A warm welcome from a wild Hebridean sea“ beschreibt Talisker selbst diesen Whisky, der aus verschieden alten FĂ€ssern der Brennerei kreiert wird. Ein richtig schöner 'Tally’, sehr typisch und echt Insel. Er hat ein wenig Frucht, gepaart mit SĂŒĂŸe, die schnell den Talisker typischen See-, Tang- und Torfnoten weichen. Am Schluß kommen krĂ€ftige Pfeffernoten, die lange im Mund prĂ€sent bleiben

The OA

5 Jahre

Islay
58,0%

The Oa (Obha) ist eine Landschaft im SĂŒden von Islay
und der grĂ¶ĂŸte Teil ist Vogelschutzgebiet.
Hat man diesen, nach dieser Landschaft benannten, Malt vor der Nase, denkt man allerdings eher an ein Torfabbaugebiet. Leichte SĂŒĂŸe, krĂ€ftige Menge an Pfeffer und gaaanz viel Torf. Mit Wasser wird er etwas fruchtiger. Er ist eine preisgĂŒnstige Gelegenheit fĂŒr Torfliebhaber. Wie so oft bei unabhĂ€ngigen AbfĂŒllern ist die Brennerei nicht genannt, nach unseren Informationen handelt es sich um einen B
 (manche glauben, es sei ein L
); damit hĂ€tten wir fast die ganze Insel durch


Glen (mor) Angie

Quinta Ruban
Port Cask extra matured

N. Highlands
46,0%

diese AbfĂŒllung von ‘GlenAngie’ ersetzt den Portwood-finish. Der Unterschied liegt im Detail. Die neue AbfĂŒllung hat 3,0% mehr Alkohol und dĂŒrfte etwas jĂŒnger sein.
KrĂ€ftiger, aber geschmacklich Ă€hnlich wie sein VorgĂ€nger, ist er fĂŒr Einsteiger genauso geeignet wie fĂŒr Fortgeschrittene, die einen Allround-Whisky suchen. Fruchtige SĂŒĂŸe und regelrecht weinartige Noten können die Herkunft aus dem Portweinfaß nicht verleugnen

Laphroaig*

Quarter Cask
double matured

Islay
48,0%

der Quarter Cask ist ein wĂŒrdiger Nachfolger des 15jĂ€hrigen Laphroaig, der leider kaum noch erhĂ€ltlich ist. Ein schöner Islay-Malt, nicht zu extrem, mit angenehmer SĂŒĂŸe und allen Attributen, die man von einem Laphroaig erwartet

Auchentoshan*

Three Wood

Lowlands
43,0%

Auchentoshan ist eine von nur noch drei existierenden Destillen in den Lowlands. Hier wird, fĂŒr Schottland ungewöhnlich, dreifach gebrannt, was einen feinen, leichten Whisky ergibt.
Der Three Wood wird 10 Jahre in BourbonfĂ€ssern gelagert, kommt danach fĂŒr ein Jahr in OlorosofĂ€sser, um anschließend fĂŒr 6 Monate in Pedro-Ximinez FĂ€ssern veredelt zu werden. Das Ergebnis ist ein Whisky, der jedem Harry-Potter-Fan die TĂŒr zu Professor Dumbledore’s BĂŒro öffnet: “Zitronensorbet“.
Ein Feuerwerk an Orange, Zitronengras, NĂŒssen und verschiedensten GewĂŒrzen im Mund. Der Abgang ist bitter und trocken, mit AnklĂ€ngen von Anisaromen

Lagavulin*

16 Jahre

Islay
43,0%

fĂŒr viele das Synonym fĂŒr Islay-Whisky. Torfig, sĂŒĂŸ und krĂ€ftig, ist er immer ein toller Einstieg in die Welt der Islay-Whiskys

Longrow

Peated Single Malt

Campbeltown
46,0%

gerade mal drei Brennereien haben sich in Schottlands kleinster Whiskyregion gehalten. In der Gegend rund um den Hauptort Campbeltown herum, standen frĂŒher ca. 30 davon. Die meisten an einer langen Straße, der 'Longrow’. Die Destillerie Springbank produziert seit 1973 einen Whisky, der an dieser Straße von 1824 bis ca. 1895 produziert wurde. Springbank ist eine der am traditionellsten arbeitenden Brennereien. Eigens angebaute Gerste, eigene Malting floors und die Möglichkeit sowohl dreifach (Hazelburn) als auch zweifach (Longrow) zu destillieren. Von Longrow werden pro Jahr nur 100 FĂ€sser produziert und die verwendete Gerste wird 48 Stunden ĂŒber Islay-Torf gedarrt. Die jetzt erhĂ€ltliche AbfĂŒllung ist trotzdem kein Peatmonster, sondern besticht durch fruchtige Noten von hellem Obst. Im Abgang etwas pfeffrig und adstringierend. SpĂ€ter treten noch See- und 'Mistnoten’ auf. Der Mull of Kintyre ist nah und prĂ€gt mit seinem Nebel diesen Malt

Clynelish

Dest. 1997 / 14 Jahre
Dram Collection
Faß Nr. 5711

N. Highlands
57,9%

Clynelish ist Nachfolger von Brora und hat fĂŒr viele auch schon Kultstatus. Es gibt AbfĂŒllungen, die fĂŒr Einsteiger gut geeignet sind. Diese ist definitiv fĂŒr ‘advanced’ drinkers. Das Aroma erinnert an Maronen mit HaselnĂŒssen, noch gut warm. Im Geschmack lĂ€sst sich keine direkte Linie feststellen. SĂŒĂŸe SĂ€ure, Pinienkernaromen, frisches Obst, Balsamico und KrĂ€uter konkurrieren miteinander. Der Abgang hat eine gewisse Bitterkeit. Dieser Malt verlangt seinen Genießern Zeit ab und erwartet, daß man sich mit ihm auseinandersetzt

Aberlour

a’bunadh
Faß Nr. 32

Spey
60,4%

a’bunadh heißt alter Stil. Aberlour hat diesen Whisky aus 10–15 Jahre gelagerten FĂ€ssern gemischt und möchte uns den alten, originalen Stil zu Beginn des
20. Jahrhunderts nachempfinden lassen. Der Whisky ist trotz des Alkohols recht mild. Daß sein Geschmack von Faß zu Faß leicht differiert, ist nachvollziehbar. Diese AbfĂŒllungsreihe hat eine große Liebhaberschar gefunden und die Preise steigen streng monoton. Auch dieses Faß Nr. 32 hat ein schönes Sherry-Raucharoma, das sich im Geschmack fortsetzt. Es hat die typische Bitterschokolade, gibt aber erst nach Zugabe von Wasser seine Fruchtaromen preis. Es findet eine Explosion statt; Aromen von Kirsche bis Orange treten auf. ErfrischungsstĂ€bchen oder Mon Cherie ist hier die Frage


Cragganmore

Dest. 1997 / 13 Jahre
Dram Collection
Faß Nr. 1508

Spey
58,9%

nicht ganz typisch fĂŒr Cragganmore, eher ein Sommerwhisky. Anfangs herb, grasig, nach Getreide und GewĂŒrzen riechend, folgt plötzlich eine fruchtige SĂ€ure. Mit dieser KomplexitĂ€t ist es dann wieder ein typischer Cragganmore. Wasser verĂ€ndert ihn nicht besonders, macht ihn aber milder und etwas sĂŒĂŸer

Andy u. I. O.

5 Jahre
Unknown Islay Object

Islay
59,0%

streng geheime AbfĂŒllung von Islay. Die Destille darf nicht genannt werden, aber Ihr habt ja eine 1:9 Chance sie zu treffen. Wir haben auch ’Coan Idee’, was Ihr da trinkt. Das Aroma ist erst einmal fruchtig, dann kommt der Torf. Im Mund ist er fĂŒr 59,0% recht mild. Nach einer kurzen Weile offenbart er seinen krĂ€ftigen, ehrlichen Islay-Charakter. Am Ende sitzt man echt am coal fire!

Kilchoman

Dest. 2006 / 5 Jahre

Islay
46,0%

die aktuell achte Brennerei auf Islay wurde erst 2005 erbaut. Sie ist sehr klein und baut ihre benötigte Gerste selbst an. Auch getorft und gemÀlzt wird selbst.
Die mit fĂŒnf Jahren 'uralte’ AbfĂŒllung des Malts wurde in neuen und alten BourbonfĂ€ssern gelagert. Er ist blaß-golden mit ausgesprochen schönem Torfaroma. Dieses setzt sich im Geschmack fort.
Aber: Dieser Malt ist nichts fĂŒr PeatjĂ€ger, sondern fĂŒr Liebhaber leichter, ausgewogener, fruchtiger Islays. Das Zusammenspiel von Torf und Apfel ist lecker und faszinierend

Tobermory

Dest. 1994 / 15 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 5123

Mull
58,2%

ein GewĂŒrzgarten auf Mull, nein eher in einem Bazar im Orient! Eine FĂŒlle von Aromen mischen sich und lassen sich kaum trennen; Kakao, Pfeffer, SĂŒĂŸholz und, und, und
, aber auch Rauch und Torf. Genussrezept:
Zeitlassen und dann ab in den Inselaromenbazar

Laphroaig

Dest. 2006 / 6 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 1347
342 Flaschen

Islay
55,8%

ĂŒber die Destille braucht man wohl kaum noch ein Wort zu verlieren. Ihr Malt gehört zu den 'Lieblingsdrogen’ von Torf- und Jodjunkies. Diese AbfĂŒllung des Circle ist ein junger Wilder, der schon viele schöne Aromen zu bieten hat. Die Nase und auch der erste Schluck erinnern an Sahnebonbons, mit der ungewöhnlichen Geschmacksrichtung heller Nougat. Dann tauchen die typischen Laphroaig-Aromen auf. Am Ende ein leichtes Aufblitzen von FruchtsĂ€ure, daß aber schnell wieder verfliegt. Erstaunlich, wie lange der Nougat nachhĂ€lt

The Glenlivet

NĂŁdurra
Dest. 1994 / 16 Jahre
Faß Nr. 1010K

Spey
54,9%

es scheint ein Trend zu sein, sich auf seine Wurzeln zu besinnen. So bringt neben Aberlour auch Glenlivet eine AbfĂŒllung heraus, die sie ‘natĂŒrlich’ nennen – hoffentlich sind die anderen AbfĂŒllungen nicht synthetisch ;-). Der NĂŁdurra kommt wie der a’bunadh jeweils aus EinzelfĂ€ssern, so daß verschiedene AbfĂŒllungen durchaus unterschiedlich schmecken können. Ein milder, gehaltvoller, eher trockener Malt, in dem man HonigsĂŒĂŸe, Schokolade und NĂŒsse deutlich spĂŒrt. Der Schweizer sagt: “ Wer hat’s erfunden?“ – Toblerone!

Linkwood

Dest. 2000 / 12 Jahre
Chieftain’s
Faß Nr. 93751
380 Flaschen

Spey
46,0%

die Destille Linkwood ist ein kleines Biotop. Das 4 Hektar umfassende GelĂ€nde bietet vielen Tierarten Lebensraum, oder Platz auf der Durchreise. Diese Form von Naturschutz sei hervorgehoben, hat aber nichts mit der QualitĂ€t des hier gebrannten Lebenswassers zu tun. Linkwood ist ein Klassiker unter den Speyside-Malts. Tannine, Weinaromen und trockene PortweinsĂŒĂŸe sind die Grundbausteine dieses ausgewogenen Malts. Im Geschmack treten reife Weintrauben hervor. SpĂ€ter changieren die Trauben zu Birne. Der Nachhall wird von einem GewĂŒrzbasar bestimmt. Am Ende bleibt schwarzer Pfeffer und ein wenig Muskat. Ein ausgesprochen schöner und komplexer Klassiker

Caol Ila

Dest. 1999 / 11 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 303 383
258 Flaschen

Islay
59,3%

mild, sĂŒĂŸ und fruchtig ist der erste Eindruck dieses Islay-Malts, gar nicht so typisch. Manchmal muß man sich Genuß eben erarbeiten und in diesem Fall heißt das: Nichts tun. Gebt ihm Zeit und er arbeitet fĂŒr euch. So unschuldig blaß wie er im Glas aussieht ist er nicht, vielmehr ein kleines ChamĂ€leon, das von Zip zu Zip ĂŒberrascht, sei es mit SĂŒĂŸe, Torf und Rauch, aber auch mit verschiedenen FrĂŒchten und einer langen PrĂ€senz

Aberlour

Dest. 1995 / 15 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 3081
225 Flaschen

Spey
58,4%

„das ist ein SĂŒĂŸer“ (Maggie Miller), aber mit Biß. Ähnlich wie der a’bunadh hat er viel dunkle Schokolade, tendiert aber nicht Richtung Mon Cherie, sondern Richtung Birne Helene. Mit Wasser kommt die Frucht im Aroma stĂ€rker zum Tragen, doch wird er geschmacklich blasser, lasst ihm also lieber etwas Zeit, sich im Glas zu entwickeln

Deanston

Dest. 1995 / 13 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 1952
546 Flaschen

S. Highlands
60,8%

die Brennerei wurde erst 1965 gegrĂŒndet und in den 80er Jahren schon wieder geschlossen. Dem Hype um Malt Whisky und einem neuen Besitzer ist die Wiedereröffnung im Jahre 1991 zu verdanken.
Diese AbfĂŒllung aus einem Sherryfaß hat eine schöne gĂŒldene Farbe. Man sollte ihn ein bisschen atmen lassen, dann kommen GerĂŒche nach Holz und Leder durch und es entwickelt sich eine dezente SĂŒĂŸe mit deftigen Pfeffernoten im Geschmack. Mit Wasser verliert sich die PfefferschĂ€rfe und man hat eine schöne SĂŒĂŸe von MalzkrĂ€uterbonbons

Talisker*

18 Jahre

Skye
45,8%

ein Talisker geht immer!
Dieser Malt zĂ€hlt zu den Klassikern unter den Inselwhiskys. Die Destille sorgt dafĂŒr, daß ihre Produkte einen durchaus gleich bleibenden Charakter haben. Deshalb ist es nicht einfach, eine spezielle AbfĂŒllung zu empfehlen. Unserer Meinung nach liegt der 18jĂ€hrige leicht vorne, da er etwas runder ist, als jĂŒngere AbfĂŒllungen. Er hat eine leichte KaramellsĂŒĂŸe mit Aromen von Pflaumen und Orangen. Im Geschmack ist er herber, wobei die Komponenten Toffee, Heidehonig, Rauch und Salz die Waage halten, wodurch er sehr komplex wirkt. Der Abgang ist Taliskertypisch mit dezenter ChilischĂ€rfe, ein wenig pfeffrig

Sir Toby

Dest. 1994 / 16 Jahre
Single Malt Circle
Three Months Extramatured
3 Flaschen

Mull
58,2%

alles was wir ĂŒber Maggies Tobermory geschrieben haben, behĂ€lt seine GĂŒltigkeit. Trotzdem hat sich dieser Malt in nur drei Monaten Nachlagerung in einem Portweinfaß stark verĂ€ndert. Dieses Experiment vom Abraxas und dem Single Malt Circle ist so spannend, daß wir es nicht weiter kommentieren möchten. Wir geben Euch aber einen Tip: Trinkt beide gegeneinander


Glen Keith

Dest. 1985 / 16 Jahre
Cadenhead’s authentic collection
216 Flaschen
RIP 1998

Spey
59,2%

in einem Bourbon Hogshead gelagert, entwickelt er einen milden, aber sehr eigenwilligen Geschmack mit Ingwernote – ein typischer Digestif

Glen Moray

Dest. 2000 / 10 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 35.48
207 Flaschen

Spey
59,3%

diese AbfĂŒllung ist mild, startet in der Nase mit sĂ€uerlichem Apfel und einer guten Dosis schwarzen Pfeffers. Geschmacklich geht der Apfel eher ins SĂŒĂŸliche, der Pfeffer bleibt. Dazu gesellt sich ein Anklang von ‚Kuhbonbons’. Wasser macht ihn milder und fruchtiger, doch sagen wir in diesem Fall: Wasser auf eigene Gefahr

Glenburgie

Dest. 1990 / 18 Jahre
Single Malts of Scotland
Faß Nr. 2935
591 Flaschen

Spey
62,2%

dieser Malt wird heute nur noch von unabhĂ€ngigen AbfĂŒllern auf den Markt gebracht. Ein Großteil des Ausstoßes geht in die Produktion von Ballantines. FrĂŒher wurde hier noch ein weiterer Malt – Glencraig – produziert, heute eine echte RaritĂ€t.
Diese AbfĂŒllung aus einem Sherryfaß ist blaßgolden. Im Aroma anfangs frische Noten, die schnell verfliegen. Dahinter verbergen sich Sherry und Holz, ein typischer Bonboncharakter, sowie AnklĂ€nge von Orangen-marmelade, welche mit Wasser viel stĂ€rker werden. Geschmacklich ist er pur relativ unspektakulĂ€r. Gibt man ihm Wasser, wandelt er sich von einem trockenen Sommer- zu einem WintergetrĂ€nk, mit großer SĂŒĂŸe, Bitterorangen, Holz und Kuchenaromen und einem pfeffrigem Ende

Hazelburn

Dest. 2000 / 10 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 126.2
263 Flaschen

Campbeltown
54,0%

Hazelburn ist ein weiterer Malt von Springbank, der als Tribut an die alten Zeiten destilliert wurde. FĂŒr einen Campbeltown ist er sehr mild, hat aber durchaus die typischen Aromen nach Salz, Rauch und See. Ein leichter Malt, der im Geschmack mit schönen Haselnuß- und Zitrusaromen aufwartet.
Laßt ihm Zeit, die braucht er!

Glengoyne

Dest. 2001 / 10 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 123.6
728 Flaschen

S. Hidhlands
59,5%

die Society nennt ihn 'Rhabarber und Vanillesauce’, es ist also Nachtisch angesagt. Glengoyne ist fĂŒr fein ausgesuchte SĂŒĂŸweinfĂ€sser bekannt. Diese AbfĂŒllung schlummerte in einem Portweinfaß. Der Titel 'Rhabarber und Vanillesauce’ ist eher anregend, als erschreckend. Der unter Rhababerphobie leidende Hauskobold liebt diesen Tropfen

Tatsache ist: diesen Malt kann man zum, aber auch statt Dessert genießen. SĂŒĂŸ, ölig und fruchtig zum Reinsetzen! Detaillierter wollen wir uns gar nicht auslassen. Slainte

Craigellachie

Dest. 1999 / 11 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 44.48
621 Flaschen

Spey
60,6%

dieser Malt ist seit jeher ein Hauptbestandteil des Blends White Horse. Sehr wenig kommt als Single Malt auf den Markt. Diese AbfĂŒllung, in einem Sherryfaß gelagert, ist im Aroma eher unspektakulĂ€r und recht alkoholisch. Im Geschmack entwickelt sie sich zu einem wahren Fruchtbonbon. FĂŒr Kenner: englische Watermelondrops mit einem schönen, leicht malzigem Ende

Fettecairn

Dest. 1993 / 10 Jahre
Cadenhead’s authentic collection
300 Flaschen

E. Highlands
60,7%

eine der ersten legalisierten Brennereien Schottlands, ist heute im Besitz von Whyte & MacKay und nur 4% der Produktion kommen als Single Malt in den Handel. Dieser Whisky hat was von grĂŒnem Apfel (Granny Smith). Mit der Zeit wird er sĂŒĂŸer. Insgesamt ist er ziemlich ehrlich und trocken, Bitterschokolade gesellt sich dazu. Das Eichenfaß, in dem er gelagert wurde kann man auch prima rausschmecken

Auchentoshan

Dest. 1999 / 11 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 5.29
307 Flaschen

Lowlands
60,6%

gerne empfehlen wir den ‚Three Wood’ fĂŒr Einsteiger und Liebhaber milder Malts. Diese Ecke des Feldes – so die Übersetzung des Namens aus dem GĂ€lischen – ist eher etwas fĂŒr Fortgeschrittene; ein ganz toller Lowland! (Gert: “ Die Sonne geht auf!“) In unseren Versuchen, diesen Whisky zu beschreiben, sind wir bis zu Pfirsich und Mandeln in einer Biskuitrolle gekommen, um anschließend so ins TrĂ€umen zu verfallen, daß wir nichts mehr zu sagen haben, außer: „this is a forbidden fruit, it belongs to us. Keep your fingers away!“

Mortlach

Dest. 1997 / 13 Jahre
Whisky’n’More Bottling
Faß Nr. 6/68

Spey
60,2%

destilliert 1997, abgefĂŒllt am 1.12.2010 um 13:12! Eine sehr spezielle PrĂ€zision: ĂŒber das genaue Destilationsdatum ist nichts bekannt, aber die genaue Uhrzeit des AbfĂŒllens scheint den Machern sehr wichtig zu sein. 13:13 wĂ€re wohl dupliziertes Pech und der Whisky hĂ€tte bestimmt ganz schrecklich geschmeckt. Doch genug der esoterischen Betrachtungen. Dieser Malt hat eine schöne dunkelrote Farbe, ist aber nicht so sĂŒĂŸ, wie man meinen könnte. Er ist mild, dies wird aber recht schnell von krĂ€ftigem Pfeffer ĂŒberlagert. Dann folgen KrĂ€uter, Estragon, Thymian und Majoran, herb und intensiv. Haltet ihn ruhig hĂ€ufiger mal an die Nase, die KrĂ€uter verbreiten ein sehr schönes Aroma. Ach, und noch was: Finger weg vom Wasser!

Glen Grant

Dest. 1991 / 16 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 9.41
245 Flaschen

Spey
54,0%

eine schöne AbfĂŒllung eines Glen Grant, die sehr krĂ€ftig und ölig ist. Sie bietet Honig, Toffee und fruchtige Aromen (einige Tester sprechen von reifer Ananas). Im Geschmack treten auch ganz kurz Pfeffernoten auf. Wir haben ihm Wasser gegeben, raten aber davon ab

Tamnavulin
Octave
Dest. 1989 / 21 Jahre
Duncan Taylor
double matured
144 Flaschen

Spey
54,4%

dieser Malt, den Duncan Taylor exclusiv fĂŒr Deutschland abgefĂŒllt hat, hat eine gemĂŒtliche, rotgoldene Farbe und traumhafte FĂŒĂŸchen, die zeigen, daß wir einen ‘fetten’ Malt vor uns haben. Das Aroma ist von Heidekraut, Honig und dunklen Trauben geprĂ€gt. Im Mund ist er samtig, ölig und hĂ€lt alles, was das Aroma verspricht. Zum Aroma gesellen sich Noten von hellem Holz, Apfel und ein Anklang von Cassis. Tip: Wenn ihr ihn nicht trinken wollt, gebt uns einen aus!

Glenfarclas

Dest. 1999 / 11 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 1.156
219 Flaschen

Spey
63,2%

wer den italienischen KrĂ€uterlikör Galliano kennt, wird dieses krĂ€utrige Vanille-Aroma wieder erkennen. Dazu kommt eine ChilischĂ€rfe, gepaart mit Zitrone und hellem Holz. Alles in Allem ist er fĂŒr einen Glenfarclas sehr krĂ€ftig. Da diese Destille nicht gerade zu unseren favourites zĂ€hlt, könnt ihr davon ausgehen, daß die Aufnahme dieses Whiskys in unsere Karte als großes Kompliment zu verstehen ist. Tip: lasst ihm seine Zeit, die braucht er, um sich Euch vernĂŒnftig prĂ€sentieren zu können

Glen (mor) angie

Dest. 2000 / 11 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 125.46
239 Flaschen

N. Highlands
55,8%

die Society hat in den letzten Jahren etliche AbfĂŒllungen von Glenmorangie herausgebracht. Nicht alle sind unserer Meinung nach einem 'GlenAngie’ gerecht geworden. Diese AbfĂŒllung können wir guten Gewissens als typisch fĂŒr die Destille bezeichnen. Die feinen Beinchen im Glas lassen auf einen leichten Malt schließen, doch das tĂ€uscht. Er ist fĂŒr die Destille durchaus krĂ€ftig. Im Geruch hat er lackiertes Holz, Apfel, Orange und Melone. Dazu gesellen sich Vanille und WildkrĂ€uter. Im Geschmack ist er krĂ€ftig, sodaß man durchaus ĂŒber Wasser nachdenken kann. Das Aroma setzt sich fort: stark fruchtig mit Melone und etwas Holz. Mit Wasser hat er etwas von Obstsalat und wird trockener

Scapa

Dest. 2002 / 9 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 17.30
247 Flaschen

Orkney
57,2%

im Geruch kandierter Fenchel, ein wenig Butter, in der Pfanne erhitzt. Nicht leicht einzuschÀtzen dieser Malt, den wir als SpÀtnachmittagsdrink bezeichnet haben. Er hat eine gewisse SchÀrfe, sowohl im Geruch, als auch im Geschmack. Salzlakritze und eine orientalische Note schlagen uns entgegen. Selbst wasserscheue Hexen haben nichts gegen ein paar Tröpfchen Wasser in diesem Malt einzuwenden

X-travaganza

Dest. 1990 / 21 Jahre
McNeill’s Choice
 

Islay
54,5%

eine der seltenen Ă€lteren AbfĂŒllungen von Islay. Andy McNeill verrĂ€t, wie ĂŒblich, die Destille nicht, also ist fröhliches Raten, nein diskutieren mit Sachverstand angesagt. Wie schon öfter erwĂ€hnt, werden Islay Malts im Alter zunehmend ausgewogener. Diese AbfĂŒllung hat im Aroma etwas von altem Brandy. FĂŒr einen Islay sehr fruchtig, ohne Torf, aber mit einer Menge Salz

Ardbeg

Dest. 1999 / 11 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 33.109
488 Flaschen

Islay
55,6%

es gibt zurzeit einen regelrechten Hype um Ardbeg. Da werden interessante Geschichten aufs Etikett geschrieben und die Menschheit ist bereit jeden Preis dafĂŒr zu bezahlen. Die ganze Menschheit? Nein! Ein kleiner gallischer - Ă€h- Bilker Pub hat sich auf die Fahnen geschrieben, daß die QualitĂ€t des Whiskys und nicht die KreativitĂ€t der Marketing-Leute im Vordergrund stehen sollte. So sind wir froh, Euch die ungewöhnlichen AbfĂŒllungen der Society zu prĂ€sentieren. Diese hier ist Arbeg pur, zu einem fairen Preis. Torf und Frucht in einem ausgewogenen VerhĂ€ltnis. So muß ein Ardbeg schmecken!

Bruichladdich

Dest. 2001 / 9 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 23.71
232 Flaschen

Islay
65,9%

Salz, Malz und WĂŒrze, schöne Aprikosennoten, ein Gedicht. Er erinnert an eine englische Marmelade oder besser noch, an ein wĂŒrziges Chutney. Einige Tester haben auch KĂ€senoten erkannt (evtl KĂ€sekuchen mit Stilton?). Insgesamt ist er trocken, mit Phenolen und leichtem Rauch. Extrem vielschichtig und angenehm. Lasst ihn etwas stehen und er wird zum Traum

Port Charlotte

Dest. 2002 / 9 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 127.18
238 Flaschen

Islay
66,1%

Kommentar auf der Whiky’n’More: „66,1% - das ist was fĂŒr echte Wirkungstrinker!“ Menschen, die sich mit Cask strength Malts beschĂ€ftigen, wissen, daß es um Genuss geht und nicht ums Saufen. Malz, Tabak, Lagerfeuer und Torf, dieser Malt ist wahrlich nicht zum Saufen. Er hat recht viel Tang im Aroma, die Nase trocknet ordentlich aus. Er hat tolle dunkle Schokolade, SĂŒĂŸe und PfefferschĂ€rfe (Holla die Waldfee
!) Beim Ausatmen bitte feine offene Flamme vor den Mund halten, sonst mutiert Ihr zu einem kleinen grĂŒnen Drasen

Scapa

Dest. 2002 / 9 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 17.31
189 Flaschen

Orkney
56,4%

we love it! Sehr verwirrend fĂŒr einen Malt von den Orkneys. Wir warnen jeden, der diesen Whisky probieren möchte, Ihr zieht Euch unser Missfallen zu! Dieser Scapa ist ein traumhafter Sommerwhisky, der richtig erfrischend wirkt. Leicht sĂŒĂŸe Fruchtnoten, Bananen, Minze, Creme und Salz. Erstaunlich nuancenreich. Ein Malt nach dem sich Experten die Finger lecken. Bitte nicht trinken


Littlemill

Dest. 1992 / 21 Jahre
Whisky’n’More
Faß Nr. 40
RIP 1994

Lowlands
51,6%

Littlemill ist leider eine unwiederbringbar geschlossene Destille. Sehr schade, gerade sie steht fĂŒr Whiskys, die dem Vorurteil, Lowlands seien leichte Whiskys, widerspricht. Diese AbfĂŒllung ist krĂ€ftig und sĂŒĂŸ, mit schön malzigem Abgang. Neben der SĂŒĂŸe und dem Malz hat sie angenehme Frucht- und Röstaromen. Wir lieben diese Destille und ihre Malts

BunnaHabhain

Dest. 2001 / 11 Jahre
Whisky’n’More
Faß Nr. 2958

Islay
58,0%

die Malts von Bunnahabhain gehören nicht zu den torf-lastigen Whiskys von Islay. Mit seinen sĂŒĂŸlichen Tabaknoten wirkt er ausgesprochen gemĂŒtlich. LĂ€sst man ihm ein bisschen Zeit, gesellen sich Pfirsich- und Aprikosennoten dazu.
Ein Malt, um sich einfach zurĂŒckzulegen

Glen Elgin

Dest. 1991 / 17 Jahre
James MacArthur
Faß Nr. 2698

Spey
59,6%

wenig bekannt, gehört diese Destille doch zu den absoluten Vorzeigeobjekten der Speyside, da der von ihr produzierte Malt den Charakter der Speysidemalts hervorragend widerspiegelt. Diese AbfĂŒllung weicht etwas von der Charakteristik ab: Sie ist zwar mild, doch nur mit leichter SĂŒĂŸe. Tabak ist im Spiel und schnell tritt eine trockene SĂ€ure auf, die mit Wasser angenehm wird. Jetzt wird er ein Sommerwhisky mit GrĂ€sern

Auchentoshan

Dest. 1999 / 13 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 5.34
283 Flaschen

Lowlands
60,4%

die 'Ecke des Feldes’ ist neben Littlemill unser erklĂ€rter Favorit unter den Lowlands. GlĂŒcklicherweise ist diese Destille weiterhin am Start. (Dank eines Iren ĂŒbrigens!) Der dreifach gebrannte Malt ist in den Society-AbfĂŒllungen sehr krĂ€ftig mit wunderbaren Apfel- und Stachelbeernoten. SpĂ€ter kommt angebratenes Fleisch und Holz dazu. Ein pfeffriger Abgang setzt den Schlusspunkt. Der Malt ist spannend, da sich seine Geschmacksnoten stĂ€ndig Ă€ndern. Er macht viel Spaß

Glen Scotia

Dest. 1999 /12 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 93.51
219 Flaschen

Campbeltown
61,4%

in Campbeltown gab es einst viele Destillen. Zwei haben ĂŒberlebt, eine dritte ist kĂŒrzlich wieder belebt worden. Eine gute Idee, in diese Region wieder zu investieren, denn hier haben tolle Tropfen ihr Zuhause. Dieser Glen Scotia riecht zunĂ€chst fruchtig, wird dann herber. Geschmacklich kann er seine NĂ€he zum Atlantik nicht verleugnen: Salz, Tannin, ein bisschen Torf und eine gute IngwerschĂ€rfe bestimmen das Bild. Mit Wasser wird er sĂŒĂŸer und fruchtiger, Tannin und SchĂ€rfe bleiben erhalten. Ob Wasser oder nicht, sagt Euch nicht das Licht, das mĂŒsst Ihr selbst herausfinden

Highland Park

Dest. 1999 / 12 Jahre
Scoch Malt Whisky Society
Faß Nr. 4.155
238 Flaschen

Orkney
58,6%

diesem Malt merkt man seine Prozente wirklich nicht an. Er hat eine krÀftige ChilischÀrfe, die mit herben KrÀutern, GrÀsern, aber auch Milchschokolade / Milchkaffee einhergeht. Auch ein bisschen Tabak spielt mit. Mit Wasser wird er runder, ausgeglichener. Die ChilischÀrfe bleibt aber erhalten

Laphroaig

Dest. 1998 / 13 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 29.102
353 Flaschen

Islay
64,1%

sorry: “High confidential!” Der rockt in der Nase und auf der Zunge: fette Tannine, Torf, Jod und Phenol. Dieser Whisky wĂ€re wĂ€hrend der Prohibition in den USA als ErkĂ€ltungsmedizin in den Apotheken wohl weggegangen, wie warme Semmeln.
Der Geruch hat AnklĂ€nge von heißgelaufenen Gummireifen und anderen WerkstattgerĂŒchen. Im Geschmack Islay pur, extremly heavy. Wie gesagt, der rockt auf der Zunge

Dieser Text zerstört sich 10 Sekunden nach dem Lesen von selbst

GlENTAUCHERS

Dest. 1989 / 17 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 63.19
210 Flaschen

Spey
54,8%

seltener Malt mit heller Farbe. Im ersten Moment kommt er sehr trocken, mit vielen Heidearomen, leicht sĂŒĂŸ, wĂŒrzig und scharf. Mit Wasser wird er weniger aggressiv.
Man sollte ihm genug Zeit geben

Bunnahabhain

Dest. 2.12.1991 / 18 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 5447
209 Flaschen

Islay
54,0%

it’s not an Islay – wieder einmal wenden Maggie Miller und wir uns gegen das Vorurteil, daß man Islay Whiskys sofort an ihrem typischen Geschmack erkennt.
Diese AbfĂŒllung hat ein tiefes 'van Dyck Braun’ und ist alles andere als Islay typisch. SherrysĂŒĂŸ aber staubtrocken kommt er daher. Leichte Holztöne und ein wenig Limone kommen durch. Warten wir noch ein Weilchen, kommt da doch noch Torf?!
Ein Whisky, den man festhalten und langsam genießen muß

Pittyvaich

Dest. 1990 / 19 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 90.12
150 Flaschen
RIP 1993

Spey
56,7%

eine leider schon lange abgerissene Destille, die eine schöne Synthese zwischen See- und Speysidewhiskys hergestellt hat. Salz, Jod und maritime Noten treffen auf krĂ€ftige Speyaromen, wie Malzzucker, Minze und roten FrĂŒchten. Ein extrem komplexer Whisky, dem man Zeit zur Entwicklung und zum Genuß geben sollte

The Macallan

Dest. 1995 / 16 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 24.122
290 Flaschen

Spey
53,0%

daß Macallan seine Produktlinie geĂ€ndert hat, haben wir schon hĂ€ufiger bedauert. Es gibt aber immer noch schöne AbfĂŒllungen, sie sind nur schwieriger zu finden. In einem Bourbonfaß gereift, ist diese hier schön sĂŒĂŸ, fruchtig und hat eine tolle Malznote. SpĂ€ter erinnert er ein wenig an Calvados. Durchaus erfrischend

Hazelburn

Dest. 1999 / 11 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 126.1
207 Flaschen

Campbeltown
56,7%

auf der Whisky’n’More gab es ein Seminar: Whisky als Geldanlage. Auch wenn wir nicht glauben, daß man mit Flaschenwhisky hohe Renditen erzielen kann, wer eine „.1“ Flasche Society Whisky besitzt, sollte gut auf sie aufpassen. Dieser hier hat innerhalb von 3 Jahren eine Wertsteigerung von 500% erzielt. (Davon sollte man den Keller voll haben
) Es gibt aber nur 207 Flaschen weltweit. Da solltet Ihr Euch freuen, daß Ihr hier noch die Möglichkeit habt, dieses ’Spekulatius-Objekt’ zum Originalpreis zu erleben. Das Sherryfaß hat viel Farbe an diesen Malt abgegeben. Die Nase hat Tannine und trockene, leicht alkoholische  Sherryaromen. Der Pedro Ximinez hat nicht soviel SĂŒĂŸe abgegeben, wie er verspricht.
Schwarzer Tee und Raucharomen kommen hervor. Wenn Ihr ihm viel Zeit lasst, verwandelt er sich in eine Art Traubenbrand.
Er unterscheidet sich sehr von seinem Nachfolger, den Ihr auch in dieser Karte findet

Bowmore

Dest. 1996 / 15Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 3.180
221 Flaschen

Islay
61,2%
(Ex-Bourbon-Faß)

diese Destille ist eine Ikone Islays. Doch sie produziert selten die vielgeliebten Torfnoten der Insel. Das ist aber kein Fehler, leisten sich doch mehrere Islay-Brennereien einen Wettkampf um die meisten ppm. Aus unserer Sicht ist diese Society-AbfĂŒllung eines Bowmore sehr ungewöhnlich, da extrem eigenwillig (Teearomen stehen ganz deutlich im Vordergrund, Pfeffer!minze und Fenchel) Ihr dĂŒrft gerne von Wasser Gebrauch machen


Bowmore

Dest. 1996 / 16Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 9656
282 Flaschen

Islay
52,7%

... diese Circle-AbfĂŒllung ist im gleichen Jahr destilliert, o.k. ein Jahr lĂ€nger gereift, (war auch freundlicher zu den Engeln) doch im Gegensatz zur Society-AbfĂŒllung ist dies ein klassischer Bowmore, sehr sophisticated  und ausgewogen. Er ist recht sĂŒĂŸ und hat – fĂŒr die Destille typisch – sehr wenig Torf.
Ein Vergleich mit dem davor stehenden bietet sich an, um herauszuschmecken, wie unterschiedlich sich Destillate entwickeln können. Besser oder schlechter gibt es nicht, nur der eigene Geschmack zÀhlt

Highland Park

Dest. 1991 / 20 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 4.156
252 Flaschen

Orkney
53,5%

hier bietet sich der Vergleich mit der 4.155 an. Nach 20 Jahren Lagerung hat dieses Tröpfchen einiges an Alkohol geopfert. Das interessante daran ist, daß der Ă€ltere Malt frischer und heller wirkt. FĂŒr uns ist die 156 Sommer und die 155 Herbst, im Aroma hell und dunkel. Dieser Sommerwhisky ist ausgesprochen erfrischend. Zitronenmelisse, grĂŒne Äpfel, gepaart mit Heidehonig und Salz aus der Seeluft. Ein ausgesprochen anregender Malt

Tormore

Dest. 1998 / 23 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 15964

Spey
52,8%

die Destille wurde Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts fertig gestellt und ist laut Michael Jackson die prachtvollste aller Maltbrennereien. Da ein großer Teil der Produktion in Blends verarbeitet wird - u.a. Ballantines – ist er eher selten als Malt, noch seltener von unabhĂ€ngigen AbfĂŒllern zu finden. Dieser hier ist recht leicht und fruchtig, grĂŒner Apfel, spĂ€ter auch Birne. Ganz klar ein Aperitif, trocken (evtl. Sherry) mit pfeffrigen und leichten Holznoten. Er braucht  Zeit zum atmen, um sich zu entfalten

Inchgower

Dest. 1985 / 23 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 18.27
265 Flaschen

Spey
47,8%

einer unserer favourites, gilt als Islay unter den Speyside-Whiskys. Diese AbfĂŒllung der Society entspricht dem nicht so sehr. Es ist eher ein FrĂŒhlings-Whisky mit sehr erfrischenden Zitrusaromen. Das Zitronenbonbon kommt auch geschmacklich zum Tragen. Erinnerungen an frisch geröstetes Teebrot mit Orangenmarmelade werden wach. Ein herrlich frisches, belebendes Tröpfchen

Mannochmore

Dest. 1988 / 21 Jahre
Scotch Malt Whisky Society
Faß Nr. 64.24
141 Flaschen

Spey
54,1%

Mannochmore gehört auch zu den jĂŒngeren Destillen (1971), die in ihrer kurzen Geschichte schon mehrere Schließungen hinter sich hat. Heute dient sie als Bedarfsdestille. Diese AbfĂŒllung von vor der zweiten Schließung ist schon aufgrund der geringen Ausbeute eine RaritĂ€t. Es ist eindeutig ein Sommerwhisky, leicht und erfrischend. Dieser Whisky erinnert ein wenig an eine Kaffeetafel mit verschiedenen Obstkuchen. Stachel- und schwarze Johannisbeere auf vanilligem Toffee–Mandelteig. Trotz dieser Assoziation sollte man von Schlagsahne Abstand nehmen. Mit Wasser (auch hier gilt: Vorsicht!) wird er sĂŒĂŸer und das Mandelaroma gewinnt. Ein schöner Tropfen fĂŒr Menschen, die gerne richtig entspannt Whisky genießen

Glen Rothes

Dest. 1986 / 23 Jahre
Riegger’s Selection
Faß Nr. 2
369 Flaschen (0,5 l)

Spey
53,3%

Glen Rothes gilt als aristokratischer Whisky, der hohes Ansehen genießt. Die Geschichte der Brennerei ist lang und von vielen SchicksalsschlĂ€gen geprĂ€gt, mehrere BrĂ€nde und Explosionen sind der Grund fĂŒr diverse Neubauten. Glen Rothes ist ein Digestif in dem sich Rauch und Sherry die Vorherrschaft teilen. Im ersten Augenblick ist diese AbfĂŒllung recht mild mit etwas Frucht. Er braucht seine Zeit. Ulis Kommentar: „ Erst riechen, dann wegstellen – und wenn du glaubst, du hĂ€ttest was vergessen – dann trinken.“ Er muß selbst arbeiten – kein Wasser

Glen Spey

Dest. 1986 / 23 Jahre
Carn Mhor
Faß Nr. 1980
225 Flaschen

Spey
53,7%

die Destille gehört zu den unbekannteren und liegt tatsĂ€chlich in der Speyside. Die Destillate sind typisch fĂŒr die Region. Dieses hier ist recht leicht und es drĂ€ngt sich der Gedanke an Apfelstreuselkuchen mit Mandeln auf. LĂ€sst man ihn etwas atmen, kommen schöne Vanillenoten, Trauben und Rosinen durch. Dezenter Pfeffer kommt dazu. Der Whisky ist zu filigran, um mit Wasser zu arbeiten, genießt ihn so, wie er ist

Braes Of Glenlivet

Dest. 1975 / 33 Jahre
Gordon & MacPhail

Spey
43,0%

die erst 1972 erbaute Brennerei, wurde 1995 in Braeval umbenannt, um Verwechslungen mit Whiskys einer anderen Destille zu vermeiden. 2002 wurde sie im Rahmen von Einsparungen des Mutterkonzerns geschlossen, um 2008 als topmoderne ‚’Ein-Mann-Brennerei’ wiedereröffnet zu werden.
Diese AbfĂŒllung stammt noch aus der Jugendzeit der Destille. Der Malt hat eine traumhaft schöne, fruchtige Nase mit ganz leichten KrĂ€uteraromen: Zitronengras, Zitronenthymian und auch Mirabelle.
Der Geschmack ist ganz anders als der Geruch.
Viel dunkler als erwartet begegnet man getrockneten Feigen, AnklĂ€ngen von schwerem Weißwein, wie Sauternes oder Muskateller. Passend als Begleitung zu einer GĂ€nseleberpastete.
Im Abgang ist er schön trocken und lang anhaltend

Lochside

Dest. 1987 / 21 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 20622
213 Flaschen
RIP 1992

E. Highlands
62,3%

Lochside bei Montrose wurde 1957 in einer alten Brauerei eingerichtet und 1992 wieder geschlossen. Da der Großteil des Malts zum Verblenden genutzt wurde, gibt es nur selten Single-AbfĂŒllungen. Diese hier ist eine, die eure ZauberkrĂ€fte braucht, um ihre Geheimnisse preiszugeben. Sie braucht Zeit, WĂ€rme und Wasser. Das Aroma hat zuerst Seenoten, die dann – man glaubt es kaum – Platz machen fĂŒr CrĂšme BrulĂ©e, Vanille und Honig. Im Geschmack ist er krĂ€ftig, sĂŒĂŸ, aber auch ein wenig dumpf, hat eine leicht bittere Note von frisch geröstetem Kaffee. Eine RaritĂ€t, mit der man sich auseinandersetzen muß

Glenlossie

Dest. 1984 / 25 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 2539
565 Flaschen

Spey
60,0%

Glenlossie ist die Schwesterdestille von Mannochmore und ist bekannt fĂŒr Aperitifwhiskys. Diese AbfĂŒllung von Maggie Miller hat andere QualitĂ€ten: dunkles Rotgold weißt schon auf die Lagerung in einem Sherryfaß hin. Das Aroma erinnert an dunkle FrĂŒchte, die in hochprozentigem Rum eingelegt wurden. Der Geschmack ist erwartet sĂŒĂŸ, mit Bitterschokolade und Kirschen, dann treten kurz und unerwartet gelbe FrĂŒchte, wie Physalis und weiße Trauben auf, die schnell wieder von der sĂŒĂŸen Bitterkeit verdrĂ€ngt werden. Der trockene Abgang erinnert an Tabak.
Ein Tröpfchen, dem ihr Zeit lassen solltet; er hat sie sich schließlich auch genommen

Tomatin

Dest. 1982 / 28 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 29

Spey
53,3%

die erste Destille, die komplett in japanische HĂ€nde ĂŒberging. Sie wurde im letzten Jahrhundert konsequent zur grĂ¶ĂŸten Maltdestille Schottlands ausgebaut. Das heißt aber nicht, daß hier Massenware hergestellt wird. Das Potential der Brennerei wird im Allgemeinen nicht ausgeschöpft. Diese AbfĂŒllung hat eine schöne, dunkelrote Farbe. Der erste Geruch hat viel Holz und Tannine, die einem Ă€lteren Malt durchaus zustehen. Er braucht, wie viele Ă€ltere Whiskys, Zeit zum Atmen bis er die sĂŒĂŸlichen Noten, die die Farbe verspricht, preisgibt. SpĂ€t geerntete Weintrauben sind am Start, das Ende ist recht trocken. Wir finden Kaffeepulver und auch wieder diese Tannine vom Anfang. Ein Malt, den man sich erarbeiten muß

Strathmill

Dest. 1975 / 36 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 1889
210 Flaschen

Spey
47,35%

1980 kam das erste Mal ein Single Malt von Strathmill auf den Markt. Dieser hier hat das historische Ereignis schon miterlebt, schlummerte aber weiter vor sich hin und ahnte damals noch nicht, daß er einmal als ausgewachsener Single die Menschen erfreuen darf. Viele Prozente hat er wĂ€hrend seines Reifungs-prozesses den Engeln geopfert und ist somit sehr mild. Man sollte ihm Zeit lassen seine frischen Aromen nach Holz und  FrĂŒhlingsblumenwiese zu entwickeln. Der Geschmack entspricht dem Geruch: leichtes Holz, Heidehonig und auch Zitrusnoten dominieren. Mit der Zeit kommt etwas Pfeffer dazu und dunkle Nussaromen (Haselnuß?) schleichen sich ein

Glen Grant

Dest. Mai 1972 / 37 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 3886

Spey
48,3%

Glen Grant at its best!
Wir lieben Glen Grant fĂŒr seine phantastischen AbfĂŒllungen, die leider nur von unabhĂ€ngigen Bottlern zur VerfĂŒgung gestellt werden. Da hat Maggie mal wieder ein glĂŒckliches NĂ€schen bewiesen. Ein Spey mit traumhafter SherrysĂŒĂŸe, mit Rosinen unterlegt. SĂŒĂŸwein und dunkles Trockenobst (Feigen) machen diesen Malt zu einer Symphonie

Glen Mhor

Dest. 1975 / 24 Jahre
Old Malt Cask
Douglas Laing
263 Flaschen
RIP 1983

N. Highlands
50,0%

die Destille wurde 1986 abgerissen, somit ist der Nachschub begrenzt. Neil Gunn – Poet, Romancier, Whiskyautor und Steuereintreiber – soll ĂŒber Glen Mhor (Glen Woar) gesagt haben: “Wer nicht das GlĂŒck hatte, einen perfekt ausgereiften Malt zu versuchen, weiß nicht, was Whisky ist.“ Auch diese AbfĂŒllung unterstĂŒtzt dies. Durch die Reduktion auf 50% ist er sehr leicht und hat ein schönes Vanille-Shortbread-Aroma. Der Geschmack erinnert an Christstollen mit Rosinen, Vanille und Zitronat. Weinnoten runden den Genuß ab

Glenugie

Dest. 1980 / 30 Jahre
Dun Bheagan
Faß Nr. 5375
606 Flaschen
RIP 1982

E. Highlands
50,0%

die ehemals östlichste Destille Schottlands wurde 1982 unrettbar geschlossen. Obwohl sie nie eigene Single Malts abgefĂŒllt hat, gibt es doch auch heute noch schöne SchĂ€tzchen unabhĂ€ngiger AbfĂŒller zu ergattern. Dieser hier ist auf 50,0% reduziert und hat ein angenehm sĂŒĂŸes Aroma mit erdigen Tönen
(Farbe Siena). Der Geschmack ist mild, sĂŒĂŸ, erinnert an RĂ€ucherschinken und hat eine leicht bittere, holzige Note. Die NĂ€he zur See kann er nicht verleugnen; außer Salz findet man auch dezente AnklĂ€nge von Hafen, Schiffen und den damit verbundenen Aromen. Mit Wasser (gaaanz vorsichtig!) kommt auch ein wenig Tang hinzu. Wir raten aber von der Zugabe von Wasser ab, da der Whisky dann sehr schnell verschwimmt

Port Ellen

Dest. 1982 / 28 Jahre
Single Malt Circle &
Maltisten Westfalen
Faß Nr. 2860
452 Flaschen
RIP 1983

Islay
63,6%

1983 wurde Port Ellen geschlossen und trotz Kultstatus und Maltwhiskybooms hat es nie PlĂ€ne gegeben, die Brennerei wieder zum Leben zu erwecken. Erstaunlicherweise sind auch nach so langer Zeit noch viele AbfĂŒllungen auf dem Markt, zum Teil zu ebenso erstaunlichen Preisen. Eine schöne, leckere und preiswerte AbfĂŒllung zu finden, ist die Aufgabe von JĂ€gern und Sammlern und somit sind wir stolz wieder einmal eine AbfĂŒllung ergattert zu haben, hinter der wir voll und ganz stehen! 28 Jahre alt und 63,6%; tja, in den guten alten Zeiten wurde eben höherprozentiger Whisky ins Faß gebracht. Diese AbfĂŒllung hat eine helle Farbe und ein nicht zu aufdringliches Aroma. NatĂŒrlich treten sofort die typischen Islay-Noten Torf, Rauch und Salz und auch Seetang und Muscheln in den Vordergrund, aber auch fruchtige Töne wie Mirabellen und grĂŒner Apfel tauchen auf. Der Geschmack ist trotz der hohen Prozente extrem mild. Mit der Zeit wird er immer Islay-lastiger. Ein Traumtropfen fĂŒr lange Winterabende.
Kommentar eines Gastes: “Ganz großes Kino!“

The Macallan

Dest. 1985 / 18 Jahre
Sherry Oak matured

Spey
43,0%

“Due to the unfailing regularity with which it wins, we no longer include The Macallan 18 year old in our malt tastings. We have instead enshrined it in our hall of fame!”
(US quarterly review of wines)
Schade, daß Macallan sich selbst untreu geworden ist. Obwohl die Brennerei auf ihren Sherry-AbfĂŒllungen noch groß damit wirbt, im Gegensatz zu anderen Destillen, der teuren Tradition, SherryfĂ€sser zu benutzen, treu zu bleiben, hat wohl auch dort die Kostenfalle zugeschlagen. Nach dem Motto: „Was geht mich mein GeschwĂ€tz von gestern an?“ (K. Adenauer),
verschneidet auch diese traditions-bewusste Destille heute Whiskys aus Sherry- und BourbonfĂ€ssern zum sogenannten fine oak, was sich deutlich im Geschmack auswirkt und den ‘Rolls Royce’ unter den Malts zum ‘Rover’ werden lĂ€sst.
Nichtsdestotrotz sind wir sehr stolz darauf, noch eine Flasche des möglicherweise besten Macallan in unserem persönlichen Schrein zu wissen. Dort bleibt er erst einmal, verschlossen und von Whiskykobolden gut bewacht.
Ihr wisst eine gute Gelegenheit, sie zu öffnen?
Macht uns ein Angebot


St. Magdalenes

(Linlithgow)

Dest. 1975 / 26 Jahre
Single Malt Circle
Faß Nr. 96 / 3 / 15
RIP 1983

Lowlands
50,2%

St. Magalenes, nur einen Steinwurf von Linlithgow Palace gelegen, ist seit 1983 geschlossen und zu einer schönen Wohnanlage umgebaut worden. Vor drei Jahren haben wir Maggie Miller fĂŒr diese tolle AbfĂŒllung gedankt, heute sind wir sehr glĂŒcklich nochmals eine Flasche dieses Nektars gefunden zu haben.
Euer Nachteil:
wir gehen mit ihm um wie mit dem 18-jÀhrigen Macallan und öffnen sie nur bei einem guten Angebot.
Der Malt will pfleglich behandelt werden und braucht seine Zeit um warm zu werden und seine Aromen von Pralinen, Vanille und Butter bis hin zu FrĂŒchten zu entfalten.
Im Geschmack ist er voll und cremig, zum Ende wird er trocken und  pfeffrig, im Rachen ist er trocken und wĂŒrzig